Haiti: Caritas baut weitere Latrinen und entsendet Experten
10.000. Cholera-Fall offiziell gemeldet - Hohe Dunkelziffer
Caritas international wird in Haiti 100 weitere Latrinen bauen und zusätzlich medizinische Experten entsenden. Damit reagiert das Hilfswerk der deutschen Caritas auf die rasante Ausbreitung des Cholera-Bakteriums in dem Karibikstaat. 10.000 Erkrankungen sind bis heute offiziell gemeldet worden. Dr. Joost Butenop, medizinischer Berater von Caritas international, geht jedoch von einer mindestens vier Mal höheren Dunkelziffer aus.
Als großes Hindernis bei der
Bekämpfung stellt sich paradoxerweise heraus, dass die Erkrankungen in 80
Prozent der Fälle sehr mild verlaufen. "Die Erkrankten fühlen sich also
oft nicht krank und verbreiten das Bakterium als unerkannte Fälle weiter",
so Dr. Joost Butenop. Nach Einschätzung von Butenop ist die Cholera in Haiti
jetzt außer Kontrolle geraten: "Normalerweise sterben ein Prozent der
Erkrankten, zur Zeit sind es jedoch sechs Prozent."
Im Hauptstandort der Caritas-Projekte in Léogâne sind bislang keine
Cholera-Fälle gemeldet worden. Nach dem Hurrikan Tomas stehen jedoch große
Teile der Region unter Wasser, so dass das Bakterium in den stehenden Gewässern
einen idealen Nährboden findet.
Für Interviews stehen zur Verfügung:
In Deutschland: Dr. Joost Butenop (0176 290 950 35). Butenop war bis vergangene Woche in Haiti als medizinischer Berater für Caritas international im Einsatz.
In Haiti: Patricio Luna (00509-3919-5405).
Caritas international, Freiburg,
Spendenkonto 202 bei der Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe BLZ 660 205 00, -
online unter:
www.caritas-international.de
Charity SMS: SMS mit CARITAS an die 8 11 90 senden (5 EUR zzgl. üblicher
SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Caritas international 4,83 EUR)
Caritas international ist das Hilfswerk der deutschen Caritas und gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas mit 162 nationalen Mitgliedsverbänden.
