Caritasverband für das Bistum Magdeburg e.V.  

Die Geschichte des Caritasverbandes für das Bistum Magdeburg

Teil 2 - 1946 bis 1949

 

1946

01.02.1946
Pfarrer Heinrich Solbach aus Sommerschenburg wird zum Caritasdirektor ernannt.

15.03.1946
Frau Herrmann beginnt auf Wunsch des Magdeburger Klerus mit der überpfarrlichen Caritasarbeit in der Stadt Magdeburg, fußend auf der Arbeit der Elisabeth-Konferenzen. In Magdeburg arbeitet die Bahnhofsmission wieder (seit Juli 1945) und auch der Katholische Fürsorgeverein für Frauen, Mädchen und Kinder hat seine Arbeit wieder aufgenommen.

01.12.1946
Frau Althansel nimmt die Arbeit als Fürsorgerin im Dekanat Stendal auf.

Dezember 1946 
In Halle beginnt Frau Göbel die Caritasarbeit. Das Kinderheim in Sandau wird für Flüchtlingskinder aus dem Osten eröffnet.

 


 

1947

02.01.1947
Frau Adametz übernimmt die Arbeit der Fürsorgerin im Dekanat Torgau. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Betreuung der Quarantänelager für die Aussiedler aus dem Osten; die Verteilung von materiellen Hilfen in Form von Paketen, die aus dem Ausland nach Deutschland gebracht werden. Neben der direkten Betreuung bemüht sich Frau Adametz um die Gründung von Gruppen ehrenamtlicher Mitarbeiter. Bereits 1947 wird die erste Helfergruppe in Torgau gegründet. Es folgen Helferkreise in Falkenberg, Annaberg und Elsterwerda. 1949 gibt es dann bereits 34 Helferkreise im Dekanat.Im November des Jahres findet der erste Altentag im Dekanat Torgau mit 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt.

Juni 1947
Pfarrer Wüstefeld aus Halle-Ammendorf beginnt mit der Caritasarbeit in Halle. später wird er zum Caritasdirektor für die südlichen Dekanate ernannt. Halle ist die Hauptumschlagstelle für die Paketsendungen. Pfarrer Wüstefeld gründet "Unterverteilstellen" in Dessau, Eisleben und Weißenfels.

01.08.1947
Das Dekanat Halberstadt wird mit einer Fürsorgerin besetzt. Der Katholische Fürsorgeverein aktiviert seine Arbeit.

15.09.1947
Das Dekanat Wittenberg erhält eine Fürsorgerin.

01.10.1947
Frau Steiner und Frau Gagalon werden als kaufmännische Mitarbeiterinnen in Caritasverband Halle angestellt, nach vorausgegangener monatelanger ehrenamtlicher Mitarbeit.

15.10.1947
Der Caritasverband Magdeburg siedelt von der Prälatenstraße 35 in die Bahnhofstraße 21 um.

29.10.1947
Frau Ziebarth wird für Buchführung und Rechnungswesen angestellt.

Herbst 1947
Ein schlesisches Kinderheim sucht Zuflucht im Magdeburger Raum. Das alte Herrenhaus in Harbke wird zu einem Heim für 70 Kinder. In Ilsenburg wird ein Kinderheim eröffnet, ebenso in Steinburg bei Eckartsberga Eröffnung eines Kinderheimes für 50 Flüchtlingskinder. 1947 werden außerdem die Altenheime in Delitzsch Bad Liebenwerda und Köthen eröffnet.

Bahnhofsmissionen arbeiten in Bitterfeld, Halberstadt, Stendal, Zeitz und Falkenberg.

10.12.1947
Gründung des Diözesanwerkes für kirchliche Liebestätigkeit als juristische Person, um den Erwerb von Grundstücken, Häusern usw. zu ermöglichen.

 


 

1948

15.04.1948
Das Dekanat Eisleben wird von der Fürsorgerin Marga Simon übernommen. Der Caritasverband Halle zieht aus den Räumen des Franziskanerklosters in die August-Bebel-Straße um und hat damit geeignete Lager- und Büroräume zur Verfügung.

01.08.1948
Frau Klar beginnt als Diözesanfürsorgerin in Magdeburg. Sie soll die Arbeit weiter ausbauen und die Schulung der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernehmen. Bereits im August findet die erste Fürsorgerkonferenz in Magdeburg-Buckau statt.

01.10.1948
Frau Klemt wird als Diözesanjugendleiterin eingestellt. Das Kinderheim in Naumburg wird eingerichtet. Kinder aus dem Kinderheim Steinburg werden dorthin verlegt. Steinburg wird zum Erholungsheim. Das Altenheim in Halberstadt, Windthorststraße, nimmt die ersten alten Menschen auf.

1948
kommen neben Lebensmittelspenden nun auch Textiltransporte, die 1949 ihren Höhepunkt erreichen. Es werden Vatikanspenden, Spenden aus Irland, der Schweiz und den USA verteilt. In Magdeburg findet eine große Schulkinderspeisung für 400 Kinder zusammen mit dem evangelischen Hilfswerk statt. Örtliche Kindererholungen werden an vielen Stellen eingerichtet für rund 500 Kinder.

1948
wird außerdem das Sieben-Pfennig-Caritasopfer der Pfarrgemeinden eingeführt.

 


 

1949

02.01.1949
Das Dekanat Dessau wird gegründet.

März 1949
Die erste Haussammlung findet statt. Sie bringt insgesamt 27.516,78 DM.

01.04.1949
Die Verteilerstelle Weißenfels wird zu einem Caritasverband umfunktioniert. Frau Margarete Simon übernimmt die Arbeit.

15.05.1949
Fräulein Ursula Göbel (jetzt verheiratete Frau Kirch) übernimmt das Dekanat Magdeburg.

01.07.1949
Frau Friebe übernimmt das Dekanat Halberstadt und löst damit Frau Rautenberg ab. Der Caritasverband Magdeburg pachtet die Klinik Bosse in Wittenberg.

01.09.1949
Die erste Stenotypistin beginnt im Caritasverband Magdeburg. Das Altersheim in Zeitz wird gegründet.

An der örtlichen Kindererholung nehmen 4.107 Kinder teil. Der Ausbau der Helfergruppen in den Gemeinden geht weiter. Für die Helfer werden sowohl pfarrliche als auch überpfarrliche Schulungszeiten angeboten.

Die Altentage finden in vielen Pfarreien großen Anklang.

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