Magdeburg, 11. November 2016  

Landeskonferenz UMF 2016

"Sowohl die Eröffnungsreferate als auch die ambitionierte Arbeit in den fünf parallelen Workshops haben den Blick sowohl auf das bereits Erreichte als auch auf etwaige Schwachstellen gerichtet. In den Workshops wurden insbesondere folgende Herausforderungen benannt:

Workshop I „Unterbringung und Betreuung“
• einheitliche Landesstandards
• bundesweit einheitliche Standards v.a. bei Betreuung, Clearing und Familienzusammenführung
• Initiative zur Einführung einer Krankenversichertenkarte

Workshop II „Bildung und Ausbildung“
• bedarfsgerechte Schulkonzepte auch für über 16-Jährige inkl. bedarfsgerechter Kompetenzvermittlung von Deutsch als Fremdsprache bzw. Alphabetisierung
• Begleitung durch Schulsozialarbeit
• Zahl und Qualifikation der Lehrkräfte
• Einbeziehung aktueller Erfahrungen bei Weiterentwicklung des Schulerlasses
• Angeregt wird die Durchführung einer Fachtagung zur Sprachförderung in 2017 zwecks Erfahrungsaustausch und Kompetenzvermittlung

Workshop III „Vormundschaften“
• Zugang zu bedarfsgerechten Anschlusshilfen für junge Volljährige
• präventive Jugendhilfe auch über das 18. Lebensjahr hinaus zur Vorbeugung gesellschaftlicher Folgeprobleme
• Aktivierung und breitere Begleitfunktion des UMA-Beirats

Workshop IV „Psychosoziale Versorgung“
• Krisenprävention durch fachlich qualifiziertes Personal
• regelmäßiger Fachaustausch zu Vernetzung und interkultureller Kompetenzvermittlung

Workshop V „18 Jahre – was nun?“
• Stärkung der Kooperation zwischen den jeweiligen Rechtsgebieten SGB II, III, VIII
• bessere Durchlässigkeit des bestehenden Bildungssystems mit flexiblerem Bildungszugang auch für über 16-jährige

Die heutige Veranstaltung hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, dass allen schutzbedürftigen jungen Menschen die bestmöglichen Startchancen in unserem Land eröffnet werden – ungeachtet ihrer Herkunft. Unser ganz besonderer Dank gilt all jenen Akteurinnen und Akteuren, die sich in diesem Sinne auf die Herausforderung der Inobhutnahme, Betreuung und Begleitung dieser besonders schutzbedürftigen Gruppe eingelassen haben und mit viel Engagement an den Zukunftschancen der jungen Menschen arbeiten.“ (Susi Möbbeck, Staatssekretärin, Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt)